CyberPedia
Die digitale Resilienz mittelständischer Unternehmen ist Chefsache geworden: NIS-2-Umsetzung, BSI-Gesetz, Geschäftsleiterhaftung, Lieferketten-Sicherheit, IT-Notfallplanung. Das Cyber-Glossar von A bis Z — paragrafengenau, mit Quellen und konkreten Handlungsschritten.
Die Reise des Geschäftsführers
Sechs Fragen, die sich ein Geschäftsführer im Lauf der NIS-2-Auseinandersetzung stellt — von „Bin ich betroffen?" bis zur Sonderkonstellation. Jede Station bündelt einen Überblicks-Artikel und seine Vertiefungen.
Was muss ich konkret tun?
Was passiert, wenn ich es nicht tue?
Mein System ist gehackt — was tun?
Wie versichere ich das Risiko ab?
Mein Fall ist eine Sonderkonstellation
Cyber-Glossar - Begriffe von A bis Z
Die wichtigsten Einstiege auf einen Blick. Die vollständige Pedia finden Sie über A bis Z.
Unsere Top 20 Begriffe
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01
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Phishing: Täuschung als Einfallstor
Der Versuch, Menschen über gefälschte Nachrichten dazu zu bringen, Zugangsdaten preiszugeben, auf schädliche Links zu klicken oder Schadsoftware auszuführen. Häufigster Startpunkt erfolgreicher Cyber-Angriffe: überwindet den Menschen statt die Technik.
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02
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Ransomware
Ransomware ist Schadsoftware, die den Zugriff auf Daten oder Systeme einschränkt oder verhindert und für die Freigabe ein Lösegeld fordert.
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03
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DSGVO: die Datenschutz-Grundverordnung
Regelt europaweit die Verarbeitung personenbezogener Daten. Im Cyber-Kontext vor allem über die Sicherheit der Verarbeitung (Art. 32) und die Meldung von Datenpannen (Art. 33) relevant.
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04
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Cyberangriff
Cyberangriff ist der fachsprachliche Oberbegriff für einen absichtlich gegen informationstechnische Werte gerichteten Angriff; DORA definiert ihn für ihren eigenen Anwendungsbereich enger als böswilligen IKT-bezogenen Vorfall mit einem bestimmten Angriffsversuch.
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05
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NIS-2-Sektoren (§ 28 BSIG)
Nach § 28 BSIG hängt die Einordnung als besonders wichtige oder wichtige Einrichtung von der Zuordnung zu den in den Anlagen 1 und 2 bestimmten Einrichtungsarten ab.
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06
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Datenpanne (Art. 33, 34 DSGVO)
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten. Meldung an die Aufsichtsbehörde unverzüglich, möglichst binnen 72 Stunden ab Kenntnis — es sei denn, ein Risiko für Rechte und Freiheiten ist unwahrscheinlich.
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07
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Malware: Schadsoftware im Überblick
Software, die gezielt IT-Systeme schädigt, ausspäht, manipuliert oder übernimmt — Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware. Das häufigste technische Angriffsmittel.
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08
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Social Engineering: den Menschen hacken
Gezielte psychologische Manipulation von Menschen, um sie zu sicherheitsschädlichem Handeln zu bewegen — Passwörter preiszugeben, Zahlungen auszulösen, Zugang zu gewähren. Umgeht die Technik über Vertrauen, Autorität, Hilfsbereitschaft und Zeitdruck.
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09
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Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Verlangt für die Anmeldung mindestens zwei unabhängige Faktoren aus den Kategorien Wissen (Passwort), Besitz (Gerät, Token) und Inhärenz (Biometrie). Eine der wirksamsten und günstigsten Einzelmaßnahmen gegen den Missbrauch gestohlener Zugangsdaten.
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10
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Backup: getrennt, unveränderlich und getestet
Ein unveränderliches Backup schützt Sicherungsdaten während einer festgelegten Frist vor Änderung oder Löschung. Das praxisgeprägte 3-2-1-1-0-Schema ergänzt drei Datenstände auf zwei Medien an mindestens zwei Orten um eine Offline- oder unveränderbare Kopie sowie geprüfte Wiederherstellungen ohne festgestellte Fehler.
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11
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Verschlüsselung: Vertraulichkeit schützen
Wandelt Daten mit kryptografischen Verfahren so um, dass nur Befugte mit dem passenden Schlüssel sie lesen können. Schützt vor allem die Vertraulichkeit — bei der Übertragung wie bei der Speicherung.
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12
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VPN: gesicherter Fernzugriff
Virtual Private Network: baut einen verschlüsselten Tunnel über ein unsicheres Netz auf und ermöglicht sicheren Fernzugriff. Zugleich ist es ein aus dem Internet erreichbarer Zugangspunkt und damit bevorzugtes Angriffsziel.
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13
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Firewall und Web Application Firewall (WAF)
Eine Firewall begrenzt den Datenverkehr zwischen IP-Netzen; eine Web Application Firewall kontrolliert HTTP-Verkehr zum zusätzlichen Schutz von Webanwendungen.
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14
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DDoS-Angriff: Überlastung als Waffe
Überlastet Systeme, Netze oder Anwendungen mit einer Flut von Anfragen aus vielen Quellen, bis legitime Nutzer keinen Zugriff mehr haben. Zielt auf das Schutzziel Verfügbarkeit, oft zur Erpressung.
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15
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Zero Trust: niemandem pauschal vertrauen
Sicherheitsmodell „never trust, always verify“: Kein Nutzer und kein Gerät gilt pauschal als vertrauenswürdig, auch nicht im internen Netz. Jeder Zugriff wird einzeln authentifiziert, autorisiert und fortlaufend überprüft.
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16
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ISO/IEC 27001: Norm für Informationssicherheit
Die international führende Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. Sie beschreibt, wie ein ISMS aufzubauen und zu betreiben ist, und ermöglicht eine externe Zertifizierung, die einen systematischen, geprüften Sicherheitsansatz belegt.
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17
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Penetrationstest: der kontrollierte Angriff
Ein beauftragter, kontrollierter Angriff auf die eigenen Systeme, mit dem Fachleute Schwachstellen aufdecken, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Er prüft, ob Maßnahmen in der Praxis standhalten.
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18
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Incident Response: Reaktion auf Vorfälle
Der geplante und geübte Prozess, mit dem ein Unternehmen Sicherheitsvorfälle erkennt, eindämmt, beseitigt und nachbereitet. Ob ein Vorfall beherrschbar bleibt, entscheidet sich oft in den ersten Stunden.
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19
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Datenschutzbeauftragter (Art. 37 DSGVO)
Die Datenschutzfunktion, die nach Art. 37 DSGVO in bestimmten Fällen zu benennen ist. Der Eintrag erklärt vor allem, wann die Benennungspflicht nach Art. 37 Abs. 1 DSGVO greift.
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20
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Eigen- und Drittschaden in der Cyberversicherung
Eigenschäden betreffen Schäden und Aufwendungen des Versicherungsnehmers selbst; Drittschäden betreffen seine gesetzliche Haftpflicht wegen Ansprüchen Dritter. Ob und in welchem Umfang sie gedeckt sind, bestimmt die konkrete Cyberpolice.
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