Kurzdefinition: Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) überlastet Systeme, Netze oder Anwendungen mit einer Flut von Anfragen aus vielen Quellen, bis legitime Nutzer keinen Zugriff mehr haben. Er zielt auf das Schutzziel Verfügbarkeit und wird oft zur Erpressung oder als Ablenkung eingesetzt.
Was ist ein DDoS-Angriff?
Ein verteilter Überlastungsangriff: Zahllose gekaperte Geräte (Botnetz) senden gleichzeitig Anfragen, sodass der Dienst unter der Last zusammenbricht. Das Ziel ist der Ausfall, nicht das Eindringen.
Wie unterscheidet sich DDoS von einem Hack?
Ein DDoS dringt nicht ein und stiehlt keine Daten — er macht Dienste unerreichbar. Er trifft die Verfügbarkeit, nicht primär Vertraulichkeit oder Integrität.
Warum werden DDoS-Angriffe geführt?
Häufig zur Erpressung (Zahlung gegen Beendigung), zur Ablenkung von einem parallelen Einbruch oder aus Sabotage- und Wettbewerbsmotiven.
Wie schützt man sich?
Durch spezialisierte DDoS-Schutzdienste, Überkapazitäten, Filterung und Notfallpläne. Wichtig ist, den Schutz vor dem Angriff einzurichten — mitten im Angriff ist es zu spät.
Was bedeutet ein DDoS für die Geschäftsleitung?
Ausfallrisiko für erreichbarkeitskritische Geschäfte. Ein DDoS kann Betriebsunterbrechung und Reputationsschaden verursachen und gehört in die Notfallplanung.
Häufige Fehlannahmen
- „Bei DDoS werden Daten gestohlen.“ Meist nicht. Er zielt auf Verfügbarkeit, nicht auf Diebstahl.
- „Eine gute Firewall reicht.“ Nein. Volumetrische Angriffe erfordern spezialisierten Schutz.
- „DDoS trifft nur große Ziele.“ Nein. Auch kleinere Dienste werden angegriffen.
- „Man kann erst im Angriff reagieren.“ Zu spät. Schutz muss vorher stehen.
- „DDoS ist harmlos, weil kein Einbruch.“ Nein. Ausfall und Erpressung sind reale Schäden.
Was die Geschäftsleitung tun sollte
- Erreichbarkeit bewerten. Kritische Online-Dienste identifizieren.
- Schutz einrichten. DDoS-Abwehr vorab beauftragen.
- Notfallplan bauen. Reaktion und Kommunikation vorbereiten.
- Provider einbinden. Absprachen mit Hosting/ISP treffen.
Für die Geschäftsleitung
Ein DDoS-Angriff macht Dienste unerreichbar und dient oft der Erpressung. Wer erreichbarkeitskritische Geschäfte betreibt, sollte DDoS-Schutz vorab einrichten und die Reaktion üben — im Angriff selbst ist es zu spät.
Quellen
Allgemein anerkannte Grundlagen der Informationssicherheit (u. a. BSI-Grundschutz, ENISA-Leitlinien, ISO/IEC-27000-Reihe). Dieser Eintrag erklärt einen technisch-organisatorischen Begriff und zitiert keine amtliche Einzelnorm.
