Die Hacker-Angriffe auf Kühlanlagen in Supermärkten in mehreren europäischen Ländern werfen viele Fragen auf. Aber sie sollten Unternehmern auch eine klare Antwort auf eine häufig falsch formulierte Frage geben: Wir sind doch kein Krankenhaus, was wollen die mit unseren Daten? Die eigentliche Frage lautet vielmehr: Wie viel Schaden können Hacker anrichten, wenn sie eine Schwachstelle in der IT eines Unternehmens finden? Und wird man durch solch einen Schaden möglicherweise erpressbar?
Die Hintergründe
Die ersten Meldungen trafen aus Belgien und Schweden ein. Binnen Stunden folgten Nachrichten aus zehn EU-Ländern- neben Belgien und Schweden auch aus Deutschland, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und Portugal. Immer mehr Supermärkte meldeten, dass ihre Kühlanlagen nach einem mutmaßlichen Cyberangriff in der Nacht von Kühlen auf Heizen umgestellt worden waren. Teilweise wurden verderbliche Lebensmittel auf bis zu 50 Grad Celsius erwärmt. Fernsehsender und soziale Medien zeigten tonnenweise zu vernichtende Warenbestände.
Wer macht so etwas? Und warum? Die Ermittlungen werden sicherlich noch Wochen oder Monate andauern. Ersten Erkenntnissen zufolge erfolgte der Angriff nicht etwa auf die IT einzelner Supermärkte, sondern auf Dienstleister, die die Fernwartung solcher Anlagen übernehmen. Diese können die Kühltruhen und -regale also aus der Ferne steuern. Über den gehackten Fernzugriff konnten Kriminelle die Temperatur an den unterschiedlichsten Orten in Europa steigen lassen.
Die Lehren
Selbst wenn Tatmotiv und Urheberschaft noch ungeklärt sind, sollten Unternehmer die ersten Schlüsse aus den Vorfällen ziehen.
Erstens: Kein Unternehmen, in Europa oder anderswo, darf sich heutzutage mit dem Argument in Sicherheit wiegen, dass die firmeneigenen Daten niemanden interessieren und man deshalb keine Cyberangriffe befürchten müsse. Die eigentliche Frage ist: Welchen Schaden kann eine beliebige kriminelle Hackergruppe im eigenen Unternehmen anrichten, wenn es ihr gelingt, eine Schwachstelle zu finden? Und wäre die Unternehmensleitung in diesem Fall erpressbar?
Auf diesen Zusammenhang und seine schwerwiegenden Folgen für mittelständische Unternehmen geht Willi Plattes, CEO der PlattesGroup auf Mallorca, ausführlich in seinem gerade erschienenen Buch "Zukunft mit der Datenmacht des Mittelstands" ein.
Zweitens: Cybersicherheit darf nicht mehr als eine Art digitalen Schutzwall um das eigene Unternehmen missverstanden werden. Wie das Beispiel der Fernwartung der Supermärkte zeigt: Eine Schwachstelle bei einem beauftragten Dienstleister wird über Nacht schnell zur eigenen Schwachstelle. Und wer selbst Dienstleister für andere ist, muss sich darauf einstellen, dass nachweisbarer Cyberschutz ein zunehmend wichtiger Wettbewerbsfaktor auf dem Markt sein wird.
Auch diese Zusammenhänge werden im Buch "Zukunft mit der Datenmacht des Mittelstands" plastisch erläutert. Anhand des Beispiels der fiktiven Hartmann Maschinenbau GmbH erfährt der Leser, welche weit verbreiteten Irrtümer Angriffe auf mittelständische Unternehmen begünstigen - und welche Maßnahmen andererseits ein Unternehmen schützen können und dabei gleichzeitig wettbewerbsfähiger machen.
Die CyberPedia der PlattesGroup
Die international vernetzte Wirtschafts-, Rechts- und Steuerkanzlei PlattesGroup mit Sitz auf Mallorca ist schon vor Jahren zu dem Schluss gekommen, dass die Themen KI und Cybersicherheit in jedem mittelständischen Unternehmen auf der Agenda der Geschäftsführung stehen müssen. Als rechtliche Grundlage für diese Beschäftigung stellt die PlattesGroup jetzt kostenlos die CyberPedia zur Verfügung: die erste vollständige und laufend aktualisierte Rechtsdatenbank zum Thema Cyberschutz.
Informationen aus erster Hand auf dem Mandelblüten-Event
Auf dem von der PlattesGroup veranstalteten Mandelblüten-Event auf Mallorca wird es vom 28. bis 30. Januar 2027 auch um das Thema Cybersicherheit gehen. Unter anderem werden Fachleute von der Telekom und Cyberschutzversicherungen erwartet, die über neue Angriffstrends und sichere Schutzoptionen Auskunft geben. Informationen zum Programm und zur Anmeldung des Events in Palma finden Sie hier.
Quellen
- BBC, 3. November 2026: Europe on alert after supermarket freezers hit by cyber-attacks in 10 countries
- tagesschau.de, 3. November 2026: Cyberangriffe auf Kühlanlagen deutscher Supermärkte
- "Mit der Datenmacht des Mittelstands. Menschen und KI-Kompetenz." Willi Plattes, 2026.
- CyberPedia, thematische und laufend aktualisierte Rechtsdatenbank der PlattesGroup.
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