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HörfassungBei der Konferenz der PlattesGroup am 30. und 31. Januar diskutieren Unternehmer und Investoren mit hochkarätigen Experten über Strategien für internationale Mobilität.
Die Veranstaltung heißt „Familienvermögen in der Krise“ – warum?
Es geht nicht darum, vor Krisen zu flüchten, sondern das erarbeitete Familienvermögen in einer dynamischen Welt, wie wir sie nun einmal haben, nachhaltig zu bewahren und weiterzuentwickeln. Da spielen nicht nur rechtliche und steuerliche Hürden eine Rolle.
Inwiefern?
Ich muss bei diesem Thema an Jonathan Swifts Klassiker „Gullivers Reisen“ denken. Da gibt es diese Illustration von Gulliver, gefesselt von Liliputanern. Lassen Sie dieses ikonische Bild mal auf sich wirken: Ein Riese liegt am Strand – festgehalten von Hunderten feiner Stricke. Deutschland, gefesselt wie Gulliver. Die Metapher beschreibt die Situation sehr präzise – ein starkes Land, in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt durch komplexe Verfahren, Bürokratie, Zuständigkeitsvielfalt. Aber sind wir nicht alle manchmal wie Gulliver? Wir alle tragen Fäden mit uns herum – Gewohnheiten und Zweifel. Obwohl wir wissen: Die Zeit ist reif. Für Entscheidungsträger sind solche Schnüre oft unsichtbar – und gerade deshalb so wirkungsvoll. Wir wollen helfen, die Fesseln zu sprengen.
Wie soll das gelingen?
Veränderung geschieht nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt, mit Klarheit, Mut und der Bereitschaft, sich zu bewegen. Das gilt für den Unternehmer genauso wie für ganz Deutschland. Dass die Bundesrepublik über die nötige Kraft verfügt, daran besteht kein Zweifel. Die Frage ist: Bleiben wir liegen – oder lösen wir Fessel für Fessel?
Erwartet uns beim Event ein Klagelied über Reformstau und Bürokratie?
Bürokratie und komplexe Vorschriften erschweren in der Tat genau jene Zukunftsmodelle, die eigentlich gefördert gehören. Unser Event versteht sich aber als Wegweiser für Menschen mit Weitblick. Es soll zeigen, wie sich internationale Mobilität verantwortungsvoll nutzen lässt – mit klaren Strukturen und praxistauglichen Strategien.
In der EU gilt theoretisch Freizügigkeit. Wie ist die Erfahrung in der Praxis?
Die ganze Welt ist längst mobil. Kapital, Ideen und Talente überschreiten täglich Grenzen. Familien leben und investieren international. Unternehmer denken in Märkten, nicht in Nationalstaaten. Was früher Ausnahme war, ist heute Normalität. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen halten mit dieser Realität nicht immer Schritt.
Was bedeutet das für den Einzelnen?
Wer international denkt, steht vor vielen Hürden – nicht, weil Regeln missachtet werden, sondern weil Gestaltungsspielräume genutzt werden sollen. Die Herausforderung liegt letztendlich darin, ein globales Lebens- und Vermögensmodell rechtssicher, effizient und zukunftsfähig zu strukturieren. Dabei kann es um das Vermögen gehen, aber auch um Nachfolgeregelungen. Unsere Botschaft lautet: Mobilität sollte nicht nur als Risiko, sondern als Chance und Freiheit genutzt werden.
Wer gehört zur Zielgruppe des Events?
Entscheidungsträger und Eigentümer in den verschiedensten Bereichen – Family Offices, vermögende Privatpersonen, international agierende Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie können sich auf Referenten freuen, die herausragende Spezialisten bei dem Thema sind – Menschen, die in ihrem Fachgebiet Brücken zwischen Ländern, Systemen und Lebensmodellen bauen.
Interview als PDF-Download | Referenten als PDF-Downlad
(Erschienen in Mallorca Zeitung und Mallorca Magazin, 24. Dezember)
Unsere Veranstaltungspartner sind BVMW e.V., Bundeswirtschaftssenat, Studio AKAMÁ, Domus Vivendi Group, Motorworld Mallorca, Matrol, LBBW, Perlentaucher, Hannover Finanz, Fachseminare von Fürstenberg
Detailliertes Programm und Anmeldung
Podcastfolgen zum Thema
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- "Es herrscht Unsicherheit bei den Rechtsanforderungen an Stiftungen"Dr. Florian Oppel und Willi Plattes über Stiftungsstrukturen, globale Mobilität und strategische Nachfolgeplanung für Unternehmerfamilien – ein Vorgeschmack auf das Event "Familienvermögen in Krisenzeiten" Ende Januar.
- "Mallorca hat enormes Potenzial für nachhaltiges Bauen"Daniel Lauhus von Studio AKAMÁ und Willi Plattes über nachhaltige Architektur als zentralen Baustein moderner Vermögensstrategien – ein Vorgeschmack auf das Event "Familienvermögen in Krisenzeiten" Ende Januar.
- "Gerade die junge Generation hat häufig kein gutes Gefühl bezüglich Deutschland"Finanzmarktexperte Dr. Martin Lück und Willi Plattes über globale Umbrüche, Familienunternehmen und die Rolle von Mallorca als Lebens- und Vermögensstandort – ein Vorgeschmack auf das Event "Familienvermögen in Krisenzeiten" Ende Januar.
- "Gute Familienunternehmen denken in Generationen, nicht in Quartalen"Prof. Dr. Arnold Weissman, Experte für Familienunternehmen, und Willi Plattes über Strategien, mit denen das Lebenswerk in Zeiten der Polykrisen zukunftssicher aufgestellt werden muss – ein Vorgeschmack auf das Event "Familienvermögen in Krisenzeiten" Ende Januar.
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